DAS KÜNSTLERISCHE PROJEKT

 

Die Ile de Nantes ist eine 337 ha große Insel mitten im Aufbruch. Hier nimmt das Herz der Metropole an den Ufern der Loire eine neue Gestalt an. Es ist eines der größten städtebaulichen Projekte Europas. Mit dem Projekt der Machines de l’île verleiht Nantes-Métropole dem Gelände der ehemaligen Schiffswerften einer ganz neuen Bestimmung, indem es seine respektvolle Vergangenheit einbezieht.

Die Welt der Machines in den großen Werft-Hallen

Auf der Westspitze der Ile de Nantes – Boulevard Prairie-au-Duc, gegenüber des Quai de la Fosse –  befinden sich die großen Hallen aus Beton und Stahl vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Hier waren die Produktionsanlagen für die Metallbearbeitung der Chantiers de la Loire untergebracht, die die Schiffe ausstatteten. Sie waren bis zu ihrer Schließung im Jahr 1987 die Hochburg des Nanteser Schiffbaus.

So wird durch die Sanierung der großen Werft-Hallen die Geschichte der Seefahrt – Symbol der Industrie- und Seefahrerkultur in Nantes – bewahrt und zur Geltung gebracht. In der nahe gelegenen Maison des Hommes et des Techniques wird diese Geschichte dargestellt und erzählt. Die Machines haben den Ort erobert und verankern frisches Leben in den Werft-Hallen, die zu einem neuen öffentlichen Platz der Stadt werden.

Eine urbane Dimension

Die mehrteilige Geschichte der Machines, die sich die Autoren Stück für Stück ausgedacht und konstruiert haben, gehört zu einem urbanen Projekt, in dem beides untrennbar verbunden ist.

Mit dem Projekt der Machines wollte Nantes Métropole zusammen mit der SAMOA (société publique locale chargée d’orchestrer le renouvellement urbain de l’île de Nantes) eine touristische Attraktion von großer künstlerischer Dimension ins Leben rufen, die sich den öffentlichen Raum integriert. Die Metamorphose der Ile de Nantes spiegelt die Vielfalt und Mischung in der Bevölkerung und der architektonischen Umsetzung wider. Sie wurde von dem anerkannten Architekten und Stadtplaner Alexandre Chemetoff entworfen und mit seinem Team unter Beachtung von Nachhaltigkeitsprinzipien umgesetzt. Alexandre Chemetoff betont diese Werft-Hallen, indem er ihre Stahl-Konstruktion u.a. mit Licht zur Geltung bringt.

Die Machines de l’île wurden so entworfen, dass sie sich, im Gegensatz zu einem abgeschlossenen Freizeitpark, in die Stadt integrieren. Schon von weitem kann man den Elefanten oder das Karussell ausmachen. Sogar der Ast des Reiher-Baumes öffnet sich dem Blick der Spaziergänger, noch bevor sie die großen Werft-Hallen erreichen.

Dieses poetische Universum mobilisiert die Öffentlichkeit ebenso wie Wirtschaft und Tourismus, es zieht Besucher aus der ganzen Welt an. Es fügt sich in den Parcours « Voyage à Nantes » ein, der den Reichtum des kulturellen und touristischen Angebots der Stadt aufzeigt

Architekten

Die Umsetzung der Werkstatt und der Maschinengalerie vergab Nantes-Métropole an das Architekturbüro Nicole Concordet, Patrick Bouchain und Christophe Theilmann für den Zusammenschluss von Machine und Manaus. In dem Projekt sind Flächen für die Werkstatt und für Ausstellungen innerhalb der Dubigeon-Werften, den ehemaligen Hallen der Schiffswerften von Nantes, vorgesehen. Indem die Kompanie La Machine in den Werft-Hallen angesiedelt wird, erhalten diese ihre einstmalige Bestimmung zurück. Als Orte der Produktion, der Fertigung und Ausstellung sind diese Räume in einer Nutzungslogik entworfen, die den Konstruktionswerkstätten entspricht. Aus ökonomischen Gründen und um der Fertigungsfrist gerecht zu werden, sind die architektonischen Elemente beweglich und flexibel nutzbar.

In den Hallen sind Frachtcontainer in einer Art Holzgerüst gestapelt und bilden eine Fassade zum überdachten Inneren. Hier befinden sich die Büros. Der Zugang zu den Containern geht über ein doppeltes System von Gängen, für die Öffentlichkeit auf der Straßenseite, für die Mitarbeiter auf der Seite der Werkstatt der Kompanie La Machine. Über die überdachten Terassen im Hallen-Inneren erreicht man den Ast und den Zustieg zum Elefanten. In der Verlängerung der Werft-Hallen sind in den Gewächshäusern die Ausstellungsräume untergebracht. Auf dem Vorplatz, unter dem Ast-Prototypen, befindet sich ein hölzernes Gebäude mit der Bar und dem Shop. Die Giebel-Fronten an der Fassade sind mit großen selbsttragenden Gerüsten ausgestattet, die mit überdimensionalen farbigen Planen bespannt sind. Wegen der Zufahrtshöhe, der Rollbrücke und des Lichts befinden sich ebenerdig die Werkstätten für Holz- und Metallbau.

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